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Forschungsschwerpunkte
 

Forschungsschwerpunkt - Isotopenanalyse, Ernährung, Migration und Klima

 

Klima- und Migrationsforschung

KlimastudienUnterkiefer eines Pferdes aus dem Pleistozän. Wir entnehmen Proben von Zähnen wie diesen und von Knochen, um die Anteilsverhältnisse der Sauerstoffisotope zu bestimmen und somit Kenntnisse über das Paläoklima und die damalige Tierwanderung zu erlangen.


Neben der Paläoernährungsforschung, die sich mit der Untersuchung von homininen und tierischen Kochen- und Zahnproteinen befasst,  werden in unserer Abteilung auch Bestimmungen von Isotopen der anorganischen Fraktionen (z.B. Sauerstoff und Strontium) in Knochen und Zähnen vorgenommen. Diese Bestimmungen werden aus zweierlei Gründen durchgeführt. Erstens geben die Sauerstoffwerte von Zähnen und Knochen Aufschluss über die δ18O Werte des lokalen Trinkwassers und sind so ein Indikator für das Paläoklima. Zweitens können, wenn die Analysen an Proben von schrittweise wachsenden Geweben wie Zähnen oder Geweih vorgenommen werden, Aussagen über die Bewegungs- und Wanderungsmuster von Säugetieren gemacht werden. Solche Aussagen werden ebenfalls möglich durch die Bestimmung der Anteilsverhältnisse von beispielsweise Strontium- und Schwefelisotopen, die in Knochen- und Zahnmineral (Strontium) beziehungsweise in Proteinen (Schwefel) vorkommen.

Zur Zeit konzentrieren wir uns auf die Sauerstoffanalyse an Proben aus der britischen Tierwelt als Beitrag zum Ancient Human Occupation (AHOB) Projekt (Link) zur Paläoklima- und Migrationserforschung. Außerdem erforschen wir momentan die Bestimmung von Schwefelisotopen in fossilen Homininen- und Tierfunden als neues Instrument der Migrationsforschung.