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Forschungsschwerpunkt
 

Forschungsschwerpunkt - Labor für Lumineszenzdatierung

 

Labor für Lumineszenzdatierung

Forscher bei der LaborarbeitDas Lumineszenzdatierungslaborverfügt über Möglichkeiten sowohl für Thermolumineszenz- (TL) als auch für optisch stimulierte Lumineszenzdatierung (OSL/IRSL). Die vier zusammenhängenden Räume sind mit gedämpftem Rotlicht (EncapSulite R10 und R20) ausgestattet und ermöglichen die Aufbereitung von erhitztem Steinmaterial zur TL-Datierung und von Sedimentproben zur OSL/IRSL-Datierung. Ein Raum ist für die chemische, ein weiterer für die mechanische Probenaufbereitung eingerichtet. Letzterer beherbergt eine Hydraulikpresse (Wassermann WW33), eine wassergekühlte Diamant-Steinsäge (Isomet 1000) und eine Siebmaschine zur Trocken- und Nasssiebung (Fritsch Analysette 3). Im dritten Raum sind je ein Risø DA-15 und ein DA-20 Lumineszenzgerät untergebracht, die die Stimulation von Proben durch blaues und infrarotes Licht sowie durch Wärme (TL) ermöglichen. Beide Geräte sind mit Betaquellen (Sr90/Y90) bzw. eines mit einer zusätzlichen Alphaquelle (Am241) ausgerüstet. Des weiteren stehen grüne und gepulste OSL Stimulation zur Verfügung. Weitere Apparaturen zur künstlichen Bestrahlung mit Alpha- (Littlemore 721A) und Betastrahlung (Littlemore 9022) befinden sich im kleineren vierten Raum.

Für die Gammadosimetrie steht ein tragbares Gammaspektrometer (Canberra IN1KL-2 Inspector 1000) mit LaBr3 Kristall zur Verfügung, sowie ein auf optisch stimulierter Lumineszenz basierendes Dosimetriesystem von Al2O3:C Einzelkristallen.

Weitere Informationen über Lumineszenzdatierung gibt es hier.

Unsere Broschüre über Lumineszenzdatierung kann man hier herunterladen.

Eine Liste mit einigen Lumineszenzdatierungsprojekten am MPI EVA finden Sie hier.

 

Forschungsgebiete des Lumineszenzdatierungslabors

Im Labor

Schwerpunkt der Forschungsarbeiten des Lumineszenzdatierungslabors ist die Ermittlung chronometrischer Alter von paläolithischen Fundstellen.

Die Bestimmung des Alters von menschlichen Überresten oder archäologischen Fundstellen auf Basis der typologischen und technologischen Analyse von Artefakten ist häufig nur beschränkt möglich. Dies gilt besonders für das Mittelpaläolithikum, also der Zeit der Neandertaler. Jedes Modell, beispielsweise zum Verschwinden der Neandertaler und zur Ankunft der anatomisch modernen Menschen, beruht auf Altersschätzungen individueller Fundstellen. Auch geologische und paläoklimatische Daten können manchmal Altersinformationen liefern, doch lassen sich diese oft relativen Datierungen durch chronometrische Datierungsmethoden präzisieren. Viele Datierungsmethoden sind wegen Limitierungen des Messbereichs (z.B. 14C) oder der Verfügbarkeit an geeignetem Material zur Datierung oft nicht sinnvoll anwendbar. Zur Lumineszenzdatierung verwendet man entweder erhitztes Gesteinsmaterial oder abgelagertes Sediment, welche typischerweise in paläolithischen Fundstellen reichlich vorhanden sind. Damit ist es mit diesen und anderen Methoden möglich, ein Bezugssystem für die Interpretation der menschlichen Evolution bereit zu stellen.

Wir konzentrieren uns mit unserer Forschung auf die Übergangsperiode, in der der Neandertaler vom anatomisch modernen Menschen abgelöst wurde, bzw. in dem der technologische/typologische Wechsel vom Mittel- zum Jungpaläolithikum stattfand.

Weiterhin arbeiten wir an Grundlagen zur Verbesserung der Lumineszenzdatierungsmethode.

 

 

 

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