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Forschungsschwerpunkte
 

Forschungsschwerpunkt - Isotopenanalyse, Ernährung, Migration und Klima

 

Proteingewinnung- und Sequenzierung (Proteomik)

Protein recovery and sequencing Pleistozäne Tüpfelhyäne (Crocutu crocuta) aus England. Wir verarbeiten Proben von Knochen und Zähnen wie diesen um Proteine zur Sequenzierung zu extrahieren.

 

Dieses Forschungsfeld befasst sich mit der Extrahierung und Analyse von Proteinen, die aus archäologischen und paläontologischen Knochen und Zähnen stammen.

Unsere Forschung konzentriert sich auf:

  1. Die Optimierung der Extrahierungsmethoden bei der Gewinnung bestimmter Proteine aus fossilen Funden.
  2. Die Identifizierung und Sequenzierung der extrahierten Proteine mittels eines auf der Proteomik begründeten Ansatzes
  3. Die Isotopenanalyse von Proteinextrakten zur Bestimmung der früheren Ernährungsweisen, der tierischen wie homininen Migration und des Klimas.

Üblicherweise überdauert organisches Material in Fossilien nur in sehr geringen Mengen, ist oft chemisch abgebaut und kontaminiert. In Anbetracht dieser Schwierigkeiten sind die neuesten technischen Fortschritte in der Biochemie besonders nützlich bei der molekularpaläontologischen Analyse von fossilem organischem Material.

Für die Sequenzierung und Charakterisierung der extrahierten Proteine und/oder der diagenetischen Peptide wird ein Applied Biosystems 4700 Proteomics Analyzer benutzt. Mit diesem MALDI-TOF/TOF™ Tandem-Massenspektrometer ist es möglich auch von sehr kleinen Proteinmengen (bis hinunter in den Femtomol-Bereich) Sequenzen zu erhalten. Allerdings wird bei sehr seltenen und wertvollen Fossilproben mit der LC-MALDI Einstellung gearbeitet, die als Schnittstelle zwischen HPLC und MALDI  das direkte Spotten von eluierenden Peptiden aus dem nanoLC auf einen MALDI Probenträger erlaubt. So werden etwaige Proteinverluste bei der Aufreinigung und Isolierung minimiert.

Diese Forschung wird in Zusammenarbeit mit Prof. Ralf Hoffmann von der Universität Leipzig durchgeführt. http://www.uni-leipzig.de/bbz/