29.01.2015 - 09:20
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Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

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Aktuelle Pressemitteilungen

Ansprechpartner: Sandra Jacob (E-Mail: info@[>>> Please remove the brackets! <<<]eva.mpg.de, Tel.: 0341-3550 122)


22. Januar 2015: Kräftige Hände zum präzisen Zupacken
Kraftvoller und präziser Griff

Frühe menschliche Vorfahren wie der Australopithecus africanus nutzten ihre Hände bereits wie moderne Menschen

Die menschliche Hand unterscheidet sich in mancher Hinsicht von der Hand anderer Primaten. Mit ihr können wir Gegenstände präzise greifen und sie unter Kraftanwendung gebrauchen. Doch wie verwendeten unsere frühen menschlichen Vorfahren ihre Hände? Diese Frage war unter Wissenschaftlern lange umstritten. Anthropologen der University of Kent und des University College London, des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und der Technischen Universität Wien konnten bestätigen, dass Australopithecus africanus vor drei bis zwei Millionen Jahren bereits Steinwerkzeuge nutzte. Er setzte dazu seine Hände auf dieselbe Art und Weise ein wie moderne Menschen heute.

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20. Januar 2015: Tonsprachen brauchen es feucht
Tonsprachen eher in feuchten Gebieten

Sprachen mit vielfältigen Tonhöhen entwickelten sich vor allem in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit

Das Wetter schlägt nicht nur auf unsere Stimmung, sondern auch auf unsere Stimme. Ein internationales Forscherteam, darunter Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Psycholinguistik, evolutionäre Anthropologie und Mathematik in den Naturwissenschaften, hat den Einfluss der Luftfeuchtigkeit auf die Evolution von Sprachen untersucht. Ihre Analyse hat ergeben, dass Sprachen mit vielfältigen Tonhöhen eher in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit vorkommen. Sprachen mit einfacheren Betonungen gibt es dagegen vor allem in trockenen Gebieten. Grund dafür ist, dass die Stimmlippen eine feuchte Umgebung brauchen, um den richtigen Ton zu treffen.

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14. Januar 2015: Frei lebende Schimpansen informieren Artgenossen durch spezielle Rufe über die Größe von Obstbäumen einer bestimmten Art
Erwachsener Schimpanse

Schimpansen passen ihre “Futter-Rufe” an, um Gruppenmitglieder über die Kronengröße besonders beliebter Obstbäume der Art Nauclea diderichi zu informieren.

Menschenaffen verfügen über ein größeres Repertoire an Gesten als an Lautäußerungen. Darüber hinaus wurden die meisten Studien zur Kommunikation der Tiere in Zoos durchgeführt, wo sich die Umgebung und somit auch der sozio-ökologische Kommunikationskontext stark vom natürlichen Lebensraum der Tiere unterscheiden. Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben jetzt den „Futter-Ruf“ genauer untersucht, der ausschließlich während der Nahrungsaufnahme vorkommt und sich an andere Gruppenmitglieder richtet.

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02. Januar 2015: Umsichtige Nussknacker
Schimpansin

Bei der Auswahl von Werkzeug zum Nüsseknacken berücksichtigen frei lebende Schimpansen bis zu fünf verschiedene Faktoren

Können Schimpansen einschätzen, welche im Regenwald verfügbaren Objekte sich besonders gut zum Nüsseknacken eignen und wählen sie diese dann bevorzugt als Werkzeug aus? Ein internationales Forscherteam vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig hat untersucht, welche der vor Ort verfügbaren Werkzeuge frei lebende Schimpansen im Taï-Nationalpark an der Elfenbeinküste benutzen, um Nüsse der Art Coula edulis zu knacken. Dabei fanden sie heraus, dass die Tiere das für die jeweilige Aufgabe passende Werkzeug flexibel auswählen und verschiedene Variablen und Bedingungen gleichzeitig berücksichtigen. Dazu gehören neben Gewicht, Material und Härtegrad des „Hammers“ auch der Ort, an dem sich der „Amboss“ befindet und die Entfernung dorthin.

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