28.05.2017 - 14:16
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Aktuelle Pressemitteilungen

Ansprechpartner: Sandra Jacob (E-Mail: info@[>>> Please remove the brackets! <<<]eva.mpg.de, Tel.: 0341-3550 122)


10. Mai 2017: Verbesserte Analysemethoden erleichtern Artenschutz
© Paul Cools

Forscher entwickeln Analysemethoden weiter, mit denen sie aus der Ferne die Größe von Wildtierpopulationen schätzen können

Kamerafallen kommen häufig zur Erforschung des Verhaltens von Tieren in freier Wildbahn oder der Artenvielfalt in abgelegenen Gebieten zum Einsatz. Wissenschaftler von der University of St. Andrews in Großbritannien, dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig haben jetzt Analysemethoden weiterentwickelt, sodass auch von Kamerafallen aufgezeichnete Daten weiter verarbeitet werden können. So können die Forscher zukünftig mithilfe von Daten aus Kamerafallen die Populationsgröße zahlreicher Wildtierarten in relativ kurzen Zeitabständen schätzen. Diese Informationen sind für den Artenschutz von äußerster Wichtigkeit.

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Originalveröffentlichung

03. Mai 2017: Kriegerische Auseinandersetzungen könnten unterschiedliche Sozialstrukturen bei Schimpansen und Bonobos erklären
© Zanna Clay (LuiKotale Bonobo Research Project)

Während Schimpansen sich lieber mit Artgenossen des jeweils eigenen Geschlechts umgeben, sind männliche und weibliche Bonobos meist mit Weibchen im Bunde

Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben die Daten über mehrere frei lebende Schimpansen- und Bonobogruppen miteinander verglichen und herausgefunden, dass Schimpansen sich lieber mit Angehörigen ihres eigenen Geschlechts umgeben. Bonobos beider Geschlechter hingegen suchen am liebsten die Nähe zu weiblichen Tieren. Grund für diese Vorliebe sind die jeweils unterschiedlichen Kooperationsziele beider Tierarten. Ähnlich wie Menschen unterstützen männliche Schimpansen einander bei kriegerischen Auseinandersetzungen mit anderen Gruppen. Bonobomännchen, denen solche Konflikte weitestgehend fremd sind, verlassen sich hauptsächlich auf die Hilfe weiblicher Tiere, insbesondere ihrer Mütter, um Konflikte mit anderen Männchen in der Gruppe beizulegen. Bei beiden Arten kooperieren die Weibchen mit Artgenossinnen bei der Aufzucht des Nachwuchses.

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Originalveröffentlichung

27. April 2017: Urmenschen-Erbgut in Höhlensedimenten entdeckt
© MPI f. evolutionäre Anthropologie/ J. Krause

Forscher können mit neuer Methode alte DNA aus Höhlensedimenten identifizieren, auch wenn dort keine Skelettüberreste vorhanden sind

Obwohl es in Europa und Asien zahlreiche prähistorische Fundstätten gibt, die Werkzeuge und andere von Urmenschen verwendete Gegenstände enthalten, sind Skelettüberreste ihrer Schöpfer selten. Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben daher nach neuen Wegen zur Gewinnung von Urmenschen-DNA gesucht. Aus Sedimentproben von sieben archäologischen Fundstätten „fischten“ sie winzige DNA-Fragmente verschiedener Säugetierarten – unsere ausgestorbenen menschlichen Verwandten inbegriffen. In Höhlensedimenten aus vier Fundstätten fanden die Forscher Neandertaler-DNA, sogar in Schichten und Fundstätten, in denen keine Knochenfunde gemacht wurden. Zusätzlich fanden sie in Ablagerungen aus der Denisova-Höhle in Russland Erbgut vom Denisova-Menschen. Dank der neuen Erkenntnisse können Wissenschaftler jetzt herausfinden, wer die ehemaligen Bewohner vieler archäologischer Ausgrabungsstätten waren.

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Originalveröffentlichung

21. April 2017: Leipziger Artenschützerin erhält Preis Goldene Bild der Frau
© Ronny Barr, MPI f. evolutionäre Anthropologie

Die Leipzigerin Julia Cissewski ist eine der fünf diesjährigen Preisträgerinnen der Goldenen Bild der Frau. Die Mitarbeiterin des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie ist Vorsitzende des Leipziger Vereins „Orang-Utans in Not e.V.“. Dieser setzt sich für den Schutz der letzten freilebenden Orang-Utans auf Borneo und Sumatra ein. Damit wird der Preis der größten Frauenzeitschrift Deutschlands erstmals an ein Artenschutzprojekt vergeben. Die Verleihung findet am 21. Oktober 2017 in Hamburg statt.

Pressemitteilung (Orang-Utans in Not e.V.)

Goldene Bild der Frau, Preisträgerinnen 2017

20. März 2017: Genuss von Wildtierfleisch sinkt während der Ebola-Epidemie
© Jessica Junker

Haushaltseinkommen und das Wissen um Gesundheitsrisiken wirkten sich auf den Buschfleischkonsum in Westafrika aus

Neu ausgewertete Umfragedaten aus Liberia zeigen, dass die Menschen während der Ebola-Krise weniger Buschfleisch konsumierten und generell weniger gegessen haben. Wohlhabendere Haushalte haben ihren Buschfleischkonsum jedoch weniger stark reduziert als ärmere Haushalte. Darüber hinaus haben Menschen, die besser über die Risiken des Buschfleischkonsums Bescheid wussten, wesentlich weniger Buschfleisch gegessen.

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14. März 2017: Neu entdeckter fossiler menschlicher Schädel aus Portugal wurde auf ein Alter von 400.000 Jahren datiert
© Elena Santos

Die Uran-Thorium-Datierung (U-Th) von Kalzitformationen, die sich unter und auf dem Schädel aus dem Mittleren Pleistozän gebildet hatten, weisen diesem ein Alter von zwischen 390.000 und 436.000 Jahren zu.

Ein internationales Forscherteam entdeckte kürzlich bei Ausgrabungsarbeiten in der Gruta da Aroeira in Torres Novas in Portugal einen fossilen menschlichen Schädel. Dieser war von Sedimenten umgeben, die sich auf einer Stalagmiten-Säule angesammelt hatten. Eine Kruste aus Kalzit hatte sich nach der Deposition auf dem Schädel gebildet. Dirk Hoffmann aus der Abteilung für Humanevolution am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie führte die U-Th-Datierung durch. Die Ergebnisse ergaben, dass der Schädel wenigstens 390.000 und höchstens 436.000 Jahre alt ist. Der Fund aus Aroeira ist der westlichste Fund eines Schädels aus dem Mittleren Pleistozän in Europa und einer der am besten datierten Funde aus dieser Epoche. Er könnte die Evolution des Menschen in Europa während des Pleistozäns näher beleuchten, darunter auch den Ursprung der Neandertaler. Die Studie wurde von J. Daura von der Universität Lissabon geleitet. Dem Team gehörten Forscher aus Portugal, Spanien, Deutschland und den USA an.

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24. Februar 2017: „Dass es überhaupt noch Schimpansen gibt, ist ein Wunder“
© Wild Chimpanzee Foundation

Primatenforscher Christophe Boesch im Interview

Christophe Boesch, Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, erforscht seit über 35 Jahren die Schimpansen in der Elfenbeinküste. Im Taï-Nationalpark unterhält der Max-Planck-Wissenschaftler drei Forschungscamps, die Wissenschaftler für ihre Forschungsarbeit nutzen können. Durch die jahrelange Beobachtung wilder, an menschliche Anwesenheit gewöhnter Schimpansen haben die Wissenschaftler eine Fülle neue Erkenntnisse über das Leben der Tiere gewonnen.

Interview mit Christophe Boesch

09. Januar 2017: Älteste tibetische Hand- und Fußabdrücke
© Jan-Hendrik May

Die Besiedelungsgeschichte des Tibetischen Hochplateaus lag bis heute weitgehend im Dunkeln. Michael Meyer vom Institut für Geologie an der Uni Innsbruck hat gemeinsam mit seinem Team den bisher ältesten archäologischen Nachweis für dauerhafte Besiedelung des Hochplateaus erbracht und die Ergebnisse im Fachmagazin Science veröffentlicht. Dirk Hoffmann vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig war ebenfalls an der Studie beteiligt.

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