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Überblick

Die drei wichtigsten Forschungsgebiete der Abteilung sind:

1. Ontogenese der sozialen Kognition bei Menschen

Hier werden die sozial-kognitiven Fähigkeiten von Kindern im Alter zwischen ca. 9 Monaten und 4 Jahren untersucht. In jüngster Zeit konzentrieren wir uns dabei vor allem auf die Zusammenarbeit, Helfen, vorsprachliche Kommunikation, Normativität, Imitation, Theory of Mind und das Einnehmen von Perspektiven.

scientist

2. Spracherwerb

Die Ontogenese dieser spezifisch menschlichen kognitiven Fähigkeit steht im Mittelpunkt der Studien, in denen mithilfe eines nutzungsbasierten theoretischen Ansatzes aus der kognitiv-funktionalen Linguistik die erste Grammatik von Kindern untersucht wird und außerdem, wie Kinder Sprache nutzen, um andere zu informieren und deren kommunikative Absichten zu verstehen. Auf sehr vielen Gebieten der Linguistik führen wir Studien durch zum Input bei Kindern, also dem, was sie an Sprache hören, und zu den verschiedenen syntaktischen, semantischen und pragmatischen Cues (Hinweise) für das Verständnis von einfachen und komplexen Sätzen.

3. Primatenkognition

female gorilla at lunch

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die vier Menschenaffenarten und andere Primaten ihre gegenständliche und soziale Umwelt verstehen. Vergleiche zwischen verschiedenen Arten können wichtige Beweise dafür liefern, woher die Kognition beim Menschen evolutionär gesehen stammt.

Wolfgang Köhler Primaten Forschungszentrum (WKPRC)

Das Wolfgang-Köhler-Primaten-Forschungszentrum (WKPRC) ist ein Projekt des Max-Planck-Institutes für Evolutionäre Anthropologie und arbeitet zusammen mit dem Zoo Leipzig (Pongoland). Erforscht wird das Verhalten und die Kognition der vier Menschenaffenarten.

Forschungsgruppe Hundestudien

In einem weiteren Forschungszweig untersuchen wir die körperliche und soziale Kognition bei Hunden, da diese zahlreiche Fähigkeiten entwickelt haben, um gut in menschlicher Gesellschaft leben zu können. Die Forschungsarbeiten tragen dazu bei, ein vollständigeres Bild von der Kognition zu erhalten, indem sie den Unterschied zwischen homologen und analogen kognitiven Mechanismen bei den Arten (zum Beispiel diejenigen, die einen gemeinsamen Vorfahren haben vs. diejenigen, die durch ähnliche evolutionäre Umstände entstanden sind) untersuchen.