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Der „Nussknacker-Mann“ wagte sich weiter vor als bisher angenommen

Die Entdeckung eines 2,6 Millionen Jahre alten Fossils des Paranthropus erweitert unser Verständnis der frühen menschlichen Evolution in Afrika

Die Entdeckung eines Fossils der Gattung Paranthropus im Norden Äthiopiens hat unser Verständnis dieses ungewöhnlichen Zweigs unserer frühen Vorfahren verändert. Paranthropus ist auch als „Nussknacker-Mensch“ bekannt. Seine Fossilien stammen aus der Zeit vor 1,4 bis 2,8 Millionen Jahren und wurden bisher in Teilen Süd- und Ostafrikas gefunden. Nun berichtet eine in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie über die erste Entdeckung von Paranthropus in der Region Afar, die 1000 Kilometer weiter nördlich liegt als die bisher bekannten Fundorte. Das Fossil, ein Teil des Unterkiefers mit der Bezeichnung MLP-3000, wurde im Forschungsgebiet Mille-Logya von einem Team unter der Leitung von Zeresenay Alemseged von der Universität Chicago entdeckt. Anschließend untersuchte er es gemeinsam mit Fred Spoor vom Naturhistorischen Museum in London und dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig.

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© Zeresenay Alemseged