Ein internationales Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie, der Harvard University, der University of Arkansas, des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und der Seoul National University hat Knochen und Zähne von Nutztieren aus der Bronzezeit an der Hirtenstätte Arkaim in Russland untersucht. Arkaim ist eine eurasische Steppenstätte der Sintashta-Petrovka-Kultur, die für ihre Innovationen in der Rinder-, Schaf- und Pferdezucht bekannt ist. Dabei entdeckten die Forscher:innen die 4.000 Jahre alten Überreste eines Schafes, das mit derselben LNBA-Linie des Pesterregers infiziert war, die zu dieser Zeit auch Menschen infizierte. Die Studie zeigt den Zusammenhang zwischen domestizierten Tieren und der Ausbreitung von einem der berüchtigtsten Bakterien der Welt und liefert Erkenntnisse darüber, wie der Erreger über Tausende von Kilometern hinweg Menschen jahrtausendelang erfolgreich infizieren konnte.
