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Schimpansen lösen Ressourcenkonflikte besser in größeren, toleranteren Gruppen

Kooperation und Führungsqualitäten prägen den nachhaltigen Umgang mit gemeinsamen Ressourcen bei unseren nächsten Verwandten

Obwohl der Mensch zu den kooperativsten Lebewesen auf unserem Planeten gehört, gelingt es ihm häufig nicht, gemeinsame Ressourcen nachhaltig zu verwalten. Wir überfischen die Ozeane, verbrennen fossile Brennstoffe und verschreiben zu viele Antibiotika – allesamt Verhaltensweisen, die zwar kurzfristig individuelle Vorteile bieten, langfristig jedoch negative Folgen für die Allgemeinheit haben. Die Erforschung unserer nächsten Verwandten, der Menschenaffen, kann uns dabei helfen, zu verstehen, wie sich die menschliche Kooperationsfähigkeit entwickelt hat und unter welchen Bedingungen nachhaltige Zusammenarbeit tendenziell erfolgreich sein oder scheitern kann. In einer neuen Studie gehen Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig dieser Frage nach. Dazu präsentieren sie Schimpansen ein simuliertes „Ressourcendilemma“, das den Konflikt zwischen persönlichem Gewinn und kollektiver Nachhaltigkeit verdeutlicht.

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© Kirsten Sutherland et al. (Communications Psychology, 2026)