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Likouala Gemeinschaft

Der kongolesische Feldstandort befindet sich tief im Herzen des Regenwaldes in der Likouala Region der Demokratischen Republik Kongo. Das lokale Klima schwankt zwischen Regen- und Trockenzeit und kann als äquatoriales Monsunklima beschrieben werden. In dem Dorf, in dem sich die Forschungsstation befindet, leben ungefähr 600 Menschen und dieses ist nur mit dem Boot zu erreichen. Ungefähr die Hälfte der Einwohner sind BaYaka Jäger und Sammler, während die andere Hälfte sich als Bondongo bezeichnen und ihren Lebenserwerb durch Fischerei und Landwirtschaft bestreiten.

Die BaYaka verbringen den Großteil ihrer Zeit in Wäldern, in denen sie nach Früchten, Nüssen, Wurzeln, essbarem Blattwerk, Honig und anderen Nahrungsquellen suchen. Sie sprechen „Baaka“, welche zu den Bantu Sprachen gehört. Bei den BaYaka sind Geschlechter und Altersgruppen relativ gleichgestellt und formelle Hierarchien nur begrenzt etabliert. Die BaYaka sind bekannt für ihre polyphonischen Gesänge, traditionelle Heilkunst und ihr Wissen über die Naturgeister des Regenwalds. Für den Zusammenhalt ihrer Gemeinschaft spielt das Teilen von Ressourcen eine wichtige Rolle.

Die Bondongo hingegen verbringen ihre Zeit auf den Flüssen oder auf ihren Farmen. Die Bondongo fischen mit Hilfe von Netzen, Fischerleinen, Speeren und Körben. Die von ihnen angebauten Pflanzen sind Mais, Maniok und verschiedene Früchte. Ihre traditionelle Sprache ist „Bondongo“; seit neustem wechseln aber mehr und mehr Bondongo zu „Lingala“. Sowohl Bondongo als auch Lingala lassen sich den Bantu Sprachen zuordnen. Bei den Bondongo existieren eine Vielzahl von formellen Hierarchien, wie bspw. die Existenz von Dorfoberhäuptern. Sie sind äußerst geschickt im Navigieren durch lokale Flusssysteme und besitzen einen ausgeprägten Gleichgewichtssinn und Kenntnisse über Abkürzungen und vorhandene Fischgründe.

 

Forschungsassistent:

Ardain Dzabatou