06.02.2016 - 12:26
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Aktuelle Pressemitteilungen

Ansprechpartner: Sandra Jacob (E-Mail: info@[>>> Please remove the brackets! <<<]eva.mpg.de, Tel.: 0341-3550 122)


21. Januar 2016: Obstmangel im Regenwald
Schimpansen und Früchte

Für Schimpansen ist es schwierig, sich mit energiereichen Nahrungsmitteln wie tropischen Früchten zu versorgen

In unseren Supermärkten kaufen wir Himbeeren im Winter und Esskastanien im Sommer. Wie wäre es aber, wenn wir uns vor allem von Obst ernähren würden und dieses von heimischen Bäumen selbst pflücken müssten? Eine größtenteils pflanzliche Ernährung, ein einfacher Magen und ein relativ großes Gehirn, das extra Energie verbraucht, stellen Schimpansen bei der täglichen Nahrungssuche vor Herausforderungen. Ein Konsortium von Wissenschaftlern des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie, der Harvard University, der McGill University, der University of St. Andrews und der Université Félix Houphouët Boigny hat in drei Regenwäldern in Ost-, Zentral- und Westafrika gesammelte Daten ausgewertet. Mit ihrer Analyse zur monatlichen Verfügbarkeit junger Blätter und unreifer sowie reifer Früchte können sie jetzt abschätzen, wie schwierig es für Schimpansen ist, diese Nahrung zu finden, und vorauszusagen, wo, wann und in welcher Menge sie an einzelnen Bäumen verfügbar ist. Schimpansen können daher verschiedene Strategien einsetzen, um sich den Zugang zu den energiereichsten aber kurzlebigen Nahrungsquellen zu sichern.

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Originalveröffentlichung

14. Januar 2016: Freundschaften zwischen Schimpansen basieren auf Vertrauen
Schimpansen in Kenia

Vertrauen und Freundschaft gehören nicht nur beim Menschen eng zusammen

Dass eine echte Freundschaft unter Menschen sich durch gegenseitiges Vertrauen auszeichnet, scheint uns selbstverständlich. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben jetzt herausgefunden, dass dies auch auf befreundete Schimpansen zutrifft. Auf Vertrauen basierende Freundschaften scheinen also im Laufe der Evolution sehr viel früher entstanden zu sein, als bisher angenommen, und sind kein Alleinstellungsmerkmal des Menschen.

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Originalveröffentlichung

07. Januar 2016: Neandertaler-Gene stärkten das Immunsystem moderner Menschen

Vermischung verschiedener Menschenformen spielte wichtige Rolle für das Immunsystem des Menschen

Als moderne Menschen vor vielen Tausend Jahren in Europa auf Neandertaler trafen und sich mit ihnen fortpflanzten, erbten einige Nachkommen Genvariationen, deren Träger Infektionen besser abwehren konnten. Dieses Neandertaler-Erbe könnte aber auch dafür verantwortlich sein, dass einige Menschen anfälliger für Allergien sind. Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und vom Institut Pasteur und dem CNRS in Paris belegen jetzt in zwei voneinander unabhängigen Artikeln die wichtige Rolle artübergreifender Beziehungen für die Evolution des Menschen und insbesondere für die Evolution des angeborenen Immunsystems, das uns vor Infektionen schützt.

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