29.03.2020 - 14:31
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Aktuelle Pressemitteilungen

Ansprechpartnerin: Sandra Jacob (E-Mail: info@[>>> Please remove the brackets! <<<]eva.mpg.de, Tel.: 0341-3550 122)


17. Februar 2020: Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
© Nicolas Bourgon

Das Verhältnis spezieller Zinkisotope gibt Aufschluss über die Nahrungsgrundlage von Säugetieren in prähistorischen Zeiten

Aus prähistorischer Zeit liegen bisher nur wenig gesicherte Erkenntnisse über die Ernährung der damaligen Tiere und Menschen vor. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben nun eine neue Methode, die Isotopenanalyse von Zinkisotopen an Zahnschmelz fossiler Säugetiere, getestet. Sie stellten fest, dass sich dieses Verfahren sehr gut eignen könnte, um die Ernährung von fossilen Menschen und auch anderen Säugetieren des Pleistozäns aufzuklären und dabei zwischen tierischer und pflanzlicher Kost zu unterscheiden.

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Originalveröffentlichung

14. Februar 2020: Schaffen Affengehirne das auch mit links?
© Simon Neubauer, CC BY-NC-ND 4.0

Hirnabdrücke in Schädelknochen von Affen und Menschen widerlegen die gängige Lehrmeinung, die menschliche Gehirnasymmetrie sei einzigartig

Die linke und rechte Gehirnhälfte sind an unterschiedlichen Aufgaben beteiligt. Diese funktionelle Lateralisierung und die damit verbundene anatomische Gehirnasymmetrie sind beim Menschen gut dokumentiert. Über die Gehirnasymmetrie unserer nächsten lebenden Verwandten, den Menschenaffen, ist jedoch wenig bekannt. Mithilfe von Abdrücken des Gehirns auf der Innenseite des Schädelknochens (Endocasts) widerlegen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig nun die gängige Lehrmeinung, die menschliche Gehirnasymmetrie sei einzigartig. Sie haben das gleiche Asymmetriemuster bei Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans gefunden. Menschen hatten jedoch die größte Variabilität dieses Musters. Dies deutet darauf hin, dass sich lateralisierte, einzigartig menschliche kognitive Fähigkeiten, wie Sprache, durch die evolutionäre Anpassung eines vermutlich ursprünglichen, älteren Asymmetriemusters entwickelten.

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Originalveröffentlichung

05. Februar 2020: Svante Pääbo erhält den Japan-Preis 2020
© Karsten Möbius

Der Genetiker Svante Pääbo wird für seine Forschung zur Abstammung des Menschen ausgezeichnet

Svante Pääbo, Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, gilt als Begründer der Paläogenetik, einer Forschungsdisziplin, die sich mit der Analyse genetischer Proben aus Fossilien und prähistorischen Funden befasst. Welche genetischen Veränderungen im Laufe der Evolutionsgeschichte den modernen Menschen ausmachen, erforscht Pääbo durch Vergleiche der DNA-Sequenzen von heute lebenden Menschen, Neandertalern und weiteren menschlichen Vorfahren. Für seine wissenschaftliche Arbeit wird ihm nun der Japan-Preis verliehen, der mit 50 Millionen Yen (etwa 490.000 Euro) dotiert ist.

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